Tobias Illig – Männerberater und Gründer von NIE MEHR NICE GUY
ÜBER MICH · TOBIAS ILLIG

ICH WAR SELBST
EIN NICE GUY.

Ich wollte vieles richtig machen. Verantwortung übernehmen. Niemanden enttäuschen. Und habe mich dabei selbst verloren.

Heute begleite ich Männer, die im Außen funktionieren und sich im Inneren gar nicht mehr kennen oder sich in Beziehungen verloren haben. Und das aus eigener Lebens- und Krisenerfahrung.

MEINE GESCHICHTE

Von außen sah vieles nach einem gelungenen Leben aus.

Ich war 20 Jahre verheiratet und bin Vater von fünf Kindern. Beruflich war ich Führungskräftetrainer, später Unternehmensberater und viel unterwegs. Dazu Hausbau, Verantwortung, Finanzen und der Anspruch, möglichst vieles richtig zu machen. Ich konnte organisieren, leisten und funktionieren.

Und ich war ein Nice Guy. Ich versuchte, Erwartungen zu erfüllen, Konflikte zu vermeiden und für vieles Verantwortung zu tragen. Während immer mehr Rollen dazukamen, verschwanden andere Teile meines Lebens: Freunde, Musik, Sport, Hobbys, Leichtigkeit und Räume, in denen ich einfach nur ich selbst sein konnte.

Ich habe mich nicht schlagartig verloren. Es war ein Prozess. Er begann für mich mit der Balance von Männlichkeit und Weiblichkeit in der Ehe und übertrug sich nach und nach auf viele andere Lebensbereiche – bis hinein in die Kindererziehung.

Genau deshalb weiß ich heute, wie ein Mann zwar nach außen leistungsfähig und verantwortlich wirken kann und sich innerlich trotzdem immer weniger kennt oder sich selbst treu ist.

Funktionieren ist nicht dasselbe wie leben.

Verantwortung ist wichtig. Aber wenn ein Mann nur noch aus Pflichten, Erwartungen und Rollen besteht, verliert er irgendwann den Kontakt zu dem, was ihn selbst lebendig macht.

Kintsugi-Schale als Symbol dafür, dass Brüche Teil einer neuen, reiferen Geschichte werden können
GLAUBE & MENSCHENBILD

Mein christlicher Glaube war für mich nicht nur Überzeugung – sondern eine Ressource im Wiederaufstehen.

Gerade in Krisen und Phasen der Neuorientierung wurde mein Glaube zu einer wichtigen Ressource für meine Recovery: nicht als schnelle Antwort auf alles, sondern als Ort für Hoffnung, Würde, Vergebung, Verantwortung und die Erfahrung, dass mein Wert nicht nur an Leistung und Funktionieren hängt.

Dieser Glaube prägt heute meine Sicht auf Beziehung, Sexualität, Männlichkeit und persönliche Reifung. Ich verstecke ihn nicht – und ich stülpe ihn niemandem über.

Wenn du diesen Hintergrund teilst, darf er ausdrücklich Teil unserer Arbeit sein. Wenn nicht, arbeiten wir trotzdem klar, respektvoll und auf Augenhöhe.

Mehr zu meinem Männerbild

Wie ich Männlichkeit, Verantwortung, Beziehung, Polarität und Integration verstehe, habe ich ausführlicher in meiner Philosophie beschrieben.

Mein Männerbild lesen →
MEINE HALTUNG

Männlichkeit braucht weder Härte noch Harmlosigkeit.

Ich glaube an einen Mann, der klar und liebevoll sein kann. Der Grenzen setzt, ohne abzuwerten. Der führen kann, ohne zu kontrollieren. Der Gefühle zulässt, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen.

01

Eigenständigkeit

Du bleibst in Beziehung mit dir selbst, auch wenn andere enttäuscht, kritisch oder distanziert reagieren.

02

Emotionale Mündigkeit

Du lernst, Gefühle ernst zu nehmen, ohne Verantwortung für dein Handeln abzugeben.

03

Verantwortung

Du hörst auf, auf Rettung, Erlaubnis oder Veränderung durch andere zu warten.

04

Beziehungsfähigkeit

Du kannst Nähe zulassen, Konflikte aushalten und trotzdem bei dir bleiben.

05

Mannosphäre Kompass

Mit dem Mannosphäre Kompass beschäftige ich mich über die Beratung hinaus mit Männerbildern, gesellschaftlichen Debatten und der Frage, wie eine konstruktive Sprache über Männer und Männlichkeit aussehen kann. Zum Mannosphäre Kompass →